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Landkreis Emsland als Modellregion für den Umbau der Tierhaltung?

Der Landkreis Emsland könnte zur niedersächsischen Modellregion für den Umbau der Tierhaltung im Bereich der Schweinehaltung werden. Diese Idee entstand im Frühjahr auf Initiative von Ministerin Staudte bei einem Gespräch in Hannover mit den Landtagsabgeordneten aus dem Emsland sowie Georg Meiners, VEL-Präsident.

 

Besuch von Staatssekretärin Frauke Patzke auf Sauenbetrieb in Andrup.

Anschließend haben die Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Emsland, der Landkreis Emsland sowie das Emsländische Landvolk einen Termin vorbereitet. Auf Einladung von Hartmut Moorkamp (MDL) besuchte Anfang April Staatssekretärin Frauke Patzke vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Sauenbetrieb der Familie Thiering in Andrup. Ziel des Besuchs sollte es sein, eine Abstimmung herbeizuführen, dass im Rahmen des Agrarinvestitionsförderprogrammes (AFP) und des Agrarstrukturgesetzes des Landes Niedersachsen eine Modellregion Emsland aufzeigen könnte, wie zukünftig der Umbau der Tierhaltung und hier insbesondere der Schweinehaltung umgesetzt werden kann.

Der landwirtschaftliche Familienbetrieb Thiering hat mit Fördergeldern des BUT (Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung) die notwendigen Investitionsmaßnahmen zum Umbau der Sauenhaltung auf die gesetzlichen Anforderungen im vollen Umfang umgesetzt. Bei dem Treffen wurde deutlich, dass die Umstellungen an die gesetzlichen Standards nur mit entsprechenden Fördergeldern möglich sind. Vertreter der Norddeutschen Bauernsiedlung machten zudem deutlich, dass eine Vielzahl von Anträgen im Frühjahr erstellt worden sind und auf eine Genehmigung bei den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim warten. Die Aussage fast aller Sauenhalter ist, dass eine Investition nur stattfindet, wenn eine Förderung damit verbunden ist. Mit Auslaufen des BUT Programmes im August 2026 ist anschließend keine Förderung mehr möglich. Das Emsländische Landvolk hat die wesentlichen Punkte zusammengefasst, wie eine Förderung im Bereich Niedersachsen aussehen müsste, wenn auch Betriebe aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim zum Zuge kommen sollen. Insbesondere die 2 GV Grenze muss dann auf jeden Fall entfallen, um Fördergelder aus dem bisherigen AFP (Agrarinvestitionsförderungsprogramm) zu erhalten.

Staatssekretärin Patzke machte deutlich, dass man sich der Situation bewusst ist und es grundsätzliche Überlegungen gibt, ob man in Niedersachsen nach Auslaufen des BUT Programmes ein eigenes Förderprogramm auflegt. Bei einem weiteren Termin im Herbst in Hannover soll konkreter erörtert werden, wie möglicherweise eine Modellregion Emsland für die zukünftige Entwicklung der Sauenhaltung im Land Niedersachsen aussehen könnte.