19. Februar 2018

Kritik an Lidl wegen Rohwurst aus Polen

Landvolk fordert Entfernung aus Regalen – Berges: „Unverantwortlich“

Cloppenburg. Mit völligem Unverständnis hat das Landvolk auf die Ankündigung der
Lebensmittelkette „Lidl“ reagiert, in ihren Supermärkten Rohwurst aus Polen zu verkaufen.
Vor dem Hintergrund der in dem Nachbarland grassierenden „Afrikanischen
Schweinepest“ (ASP) erklärten die Kreislandvolkverbände Emsland, Oldenburg und
Cloppenburg, „Lidl“ habe offensichtlich nicht begriffen, dass bei einem ASP-Ausbruch in
Deutschland ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe drohe.
Hubertus Berges, Vorsitzender des Landvolks in Cloppenburg, forderte den Discounter
auf, unverzüglich die umstrittenen Produkte aus den Regalen zu nehmen. Berges: „Lidl
handelt verantwortungslos, denn über solche Fleischwaren kann ASP zu uns gelangen.“
Mit der Einfuhr von Rohwurst und anderen Fleischprodukten aus Polen verstoße das
Unternehmen nicht nur gegen geltende gesetzliche Regelungen, sondern leiste einem
Ausbruch der gefährlichen Seuche in Deutschland Vorschub. Hubertus Berges: „Es kann
doch nicht sein, dass Ämter und Behörden seit Monaten vor der Einfuhr von Fleisch und
Lebensmitteln aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern warnen und Lidl sich
einfach darüber hinwegsetzt.“
Berges appellierte an den Discounter, die Sorgen und Nöte der Fleischproduzenten nicht
zu ignorieren. Berges: „Lidl und andere Lebensmittelunternehmen sind da in der Pflicht.
Sie müssen Schaden von der Landwirtschaft und unserer Gesellschaft abwenden und sich
so verhalten, dass die Gefahren für eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest
minimiert werden.“