9. August 2018

Erntezeit erfordert gegenseitige Rücksicht

Landvolk weist auf Gefahren im Straßenverkehr hin

Bereits seit einigen Wochen sind Maschinen der Getreideernte auf den Straßen unterwegs. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit wird schon in den nun kommenden Wochen mit der Mais- und Kartoffelernte begonnen. Um einen reibungslosen Ernteverlauf zu gewährleisten, bittet das Landvolk alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht und um gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Ziel ist die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Auch bis spät in die Nacht hinein sind Landwirte mit ihren Erntemaschinen auf den Straßen unterwegs. Vor allem im Dunkeln birgt das eine hohe Gefahr im Straßenverkehr. Daher sollten die Landwirte darauf achten, dass ihre Erntemaschinen auch im Dunkeln gut zu erkennen sind. Die Fahrer sollten dazu vor Fahrtantritt testen, ob Beleuchtung und Richtungsanzeiger funktionieren und eventuelle Verschmutzungen an den Warntafeln beseitigen. Eine gute Möglichkeit sind auch zusätzliche Warntafeln mit einer Universalbefestigung für verschiedene Anbaugeräte, die es schon von mehreren Herstellern gibt. Zudem können die Anhänger und weitere Geräte mit reflektierenden Bändern ausgestattet werden, damit die Ausmaße der Maschinen auch im Dunkeln gut erkennbar sind. Beim Kauf neuer Maschinen und Anbaugeräte sollten Landwirte zudem darauf achten, dass eine Beleuchtungseinrichtung zur Ausstattung gehört. Ein weiterer Gefahrenherd sind Feldausfahrten, wo sich die Transportgespanne in den öffentlichen Verkehr einfädeln. Hier müssen Schlepper- und Autofahrer gleichermaßen aufmerksam sein und vorausschauend fahren, denn die Landmaschinen benötigen dafür viel Zeit und Platz. Auch sollten Autofahrer beim Überholen dieser Gespanne deren Länge und Breite nicht unterschätzen.

Landwirte und Lohnunternehmer sollten sich nach dem 10-Punkte Plan für mehr Akzeptanz richten. Umsichtiges Fahren mit landwirtschaftlichen Maschinen ist dabei selbstverständlich. Bei entgegenkommenden Spaziergängern und Fahrradfahrern sollten Fahrer die Geschwindigkeit drosseln. Wenn möglich, sollte eine Route genutzt werden, die den Straßenverkehr und Anwohner so wenig wie möglich belastet. Spaziergänger und Fahrradfahrer können ihren Teil zum sicheren Straßenverkehr beitragen, indem sie auf engen Feldwegen bei nahenden Gespannen kurz anhalten und auf den Seitenstreifen ausweichen.