Hühner
Fast jeder von uns isst täglich ein Ei – und viele davon stammen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Hier kümmern sich die Landwirte mit viel Einsatz um ihre Hühner, damit wir frische Eier genießen können.
Eine Legehenne legt im Durchschnitt etwa 300 Eier pro Jahr. In Niedersachsen leben rund 18 Millionen Legehennen, die jährlich ca. 5,5 Milliarden Eier produzieren. Allein 1.500 Betriebe im Emsland und der Grafschaft Bentheim halten ca. 5 Mio. Legehennen. Auch in der Legehennenhaltung zeigt sich ein Strukturwandel – die Zahl der Betriebe nimmt ab, während die durchschnittliche Herdengröße steigt. Viele Landwirte investieren in moderne Stallkonzepte, um Tierwohl, Nachhaltigkeit und Verbrauchererwartungen miteinander zu verbinden. Die Eier gelangen sowohl in den regionalen Handel als auch bundesweit in die Supermärkte.
Hühner sind neugierige Tiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten: Sie erkennen andere Hennen wieder und bilden kleine Gruppen. In Deutschland gibt es heute drei erlaubte Haltungsformen. Die frühere Käfighaltung ist verboten. Alle Haltungsformen sind gesetzlich streng geregelt und werden regelmäßig kontrolliert. Ziel ist es, Tierwohl und Eiqualität gleichermaßen sicherzustellen.
- Bodenhaltung – die häufigste Form; die Hennen leben im Stall mit viel Platz zum Scharren, Legenestern, Sitzstangen und Einstreu.
- Freilandhaltung – zusätzlich zum Stall haben die Tiere tagsüber Zugang zu Auslaufflächen im Freien.
- Biohaltung – die Hennen haben besonders viel Platz im Stall und im Freien, außerdem stammt das Futter überwiegend aus ökologischem Anbau.
Jedes in Deutschland verkaufte Ei trägt einen Stempel, der die Haltungsform, das Herkunftsland und den Betrieb eindeutig angibt. So erkennen Verbraucher:innen auf einen Blick, woher ihr Ei kommt und wie die Hühner gehalten werden.
- 0 = Biohaltung
- 1 = Freilandhaltung
- 2 = Bodenhaltung
Beispiel: 1-DE-0356789
1 = Freilandhaltung; DE = Deutschland; 0356789 = Betriebsnummer des Legehennenhalters